Panattoni hat den Bau eines Logistikzentrums für Hermes Fulfilment abgeschlossen. Dies ist die erste für das Unternehmen in Polen errichtete Investition und zugleich eines der größten und modernsten Projekte dieser Art im Portfolio der Hermes-Gruppe.
- „Die Woiwodschaft Lebus wird mit ihrer strategischen Lage und der wachsenden Infrastruktur zu einem wichtigen Zentrum für die E-Commerce-Branche in Europa. Panattoni hat in dieser Region bereits über 730 000 m² Fläche für seine Kunden bereitgestellt und plant weitere über 100 000 m². Das ist die Hälfte des Volumens an Industrieflächen auf diesem dynamisch wachsenden Markt. Wir freuen uns, dass Hermes Fulfilment unsere Realisierungen geschätzt und uns als Partner für den Bau seines ersten Zentrums in Polen ausgewählt hat. Es war eine sehr anspruchsvolle Umsetzung und ein Gebäude mit einem hohen Komplexitätsgrad. Umso mehr danken wir für das Vertrauen und die vorbildliche Zusammenarbeit“, kommentiert Dorota Jagodzińska-Sasson, Managing Director bei Panattoni.
Die Investition in Iłowa bei Żagań umfasst 115 000 m² bebaute Fläche, aber dank der Nutzung von mehrstöckigen Zwischengeschossen (4 Etagen) beträgt die tatsächliche Fläche fast 250 000 m². Langfristig werden hier mehrere tausend Menschen Arbeit finden, wovon 60 Prozent Frauen sein sollen. Das Objekt wurde an der Wende vom ersten zum zweiten Quartal dieses Jahres in Betrieb genommen.
- „Das erste Logistikzentrum in Polen ist ein Wendepunkt für unsere Aktivitäten in Europa. Es ist eines der modernsten und größten Objekte im Portfolio der Hermes-Gruppe. Die Investition verbindet fortschrittliche Technologie mit menschlichem Talent, was sich in erhöhter Effizienz und Arbeitssicherheit niederschlägt“, sagt Julia Hanebuth, Geschäftsführerin von Hermes Fulfilment für Mittel- und Osteuropa. Das Objekt wurde u.a. mit einem hochautomatisierten Sortiersystem (sog. Pouch Sorter) und einer automatischen Sortieranlage zur Paketsegregation ausgestattet. Auch das Verpacken in Folie, die Produktion von Versandkartons mit Firmenlogo sowie der interne Palettentransport wurden automatisiert. In Zukunft sollen Roboter bei der Inspektion des Objekts von außen und innen unterstützen sowie beim Entladen von Paketen helfen.
Das Logistikzentrum von Hermes Fulfilment wird für die Kommissionierung von Bestellungen für E-Commerce-Unternehmen der Otto Group verantwortlich sein, bei der die Hermes-Gruppe für die Logistik zuständig ist. Die Otto Group, ein vor 75 Jahren gegründetes deutsches Familienunternehmen, ist aktuell eines der größten integrierten E-Commerce-Unternehmen der Welt und in über 30 Ländern präsent.
Unter den in Iłowa bearbeiteten Bestellungen werden Kleidung, Textilien, Schmuck, Spielzeug, kleine Haushaltsgeräte sowie Elemente der Kleintechnologie wie Mobiltelefone oder Tablets dominieren. Dank eines optimierten Betriebssystems können von hier aus jährlich fast 80 Mio. Artikel versandt werden, wobei das Objekt sogar auf eine Verdopplung dieser Zahl vorbereitet sein wird. Anfangs wird das Zentrum hauptsächlich Deutschland bedienen, in Zukunft könnte es jedoch auch Polen, Tschechien, die Schweiz und Italien abdecken.
Die nur 20 km von der deutschen Grenze entfernte Investition wird die Umweltzertifizierung DGNB auf Gold-Niveau durchlaufen. Das Objekt wurde mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 0,5 MWp ausgestattet, mit der Möglichkeit einer Erweiterung um weitere 1,5 MWp. Der Anteil erneuerbarer Energiequellen am jährlichen Endenergiebedarf erreicht 27,3 Prozent – ein sehr gutes Ergebnis, das es auch ermöglichte, den Indikator des jährlichen EP-Bedarfs um über 24,2 Prozent zu senken (was die taxonomischen Anforderungen in diesem Bereich um mehr als das Doppelte übertrifft). Das Objekt wurde mit einem fortschrittlichen BMS-System ausgestattet, das die Steuerung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung oder der Hallenbeleuchtung ermöglicht.
Die Bürofläche ist in einem hohen Standard ausgeführt, und für die Mitarbeiter wurden Entspannungs- und Kreativzonen vorbereitet sowie Annehmlichkeiten für Menschen mit Behinderungen eingeführt. Es wurde auch an Parkplätze für ca. 100 Fahrräder sowie Infrastruktur für Elektroautos gedacht – 22 Ladepunkte.