Im zweiten Quartal 2020 traf die COVID-19-Pandemie die Indikatoren praktisch der gesamten Wirtschaft. Der Lagersektor war einer der wenigen, der nicht nur der Krise standhielt, sondern sogar ein mit früheren Jahren unvergleichliches Wachstum verzeichnete. Obwohl seitdem anderthalb Jahre vergangen sind, lässt die Nachfrage nach Lagerflächen nicht nach, und bisher deutet nichts darauf hin, dass es in naher Zukunft zu einer Verlangsamung kommen wird.
Nach dem ersten Halbjahr 2021 gibt es im ganzen Land insgesamt über 21,8 Mio. qm moderne Lagerflächen. Die größten Zentren in Polen bleiben unverändert die Woiwodschaft Masowien mit fast 5 Mio. qm Fläche, an zweiter Stelle steht die Woiwodschaft Schlesien mit über 3,8 Mio. qm, und das Podium wird durch die Woiwodschaft Łódź mit 3,3 Mio. qm geschlossen. Der vierte Platz gehört der Woiwodschaft Großpolen, in der die Flächenressourcen bereits 2,6 Mio. qm betragen. Gleichzeitig ist die Woiwodschaft Großpolen die Region, in der im ersten Halbjahr 2021 Mietverträge über mehr als 660 Tsd. qm unterzeichnet wurden (das beste Ergebnis im Land).
Trotz Problemen mit der Verfügbarkeit und steigenden Preisen für Baumaterialien befinden sich rekordverdächtige 3,4 Mio. qm neue Lagerflächen im Bau. Das bedeutet, dass bis Ende 2022 die Grenze von 25 Mio. qm bestehender Flächen überschritten wird.
Die derzeit größten realisierten Projekte sind:
Im letzten Halbjahr konnte man das Erscheinen neuer Lagerentwickler auf dem polnischen Markt beobachten.
In der ersten Hälfte des Jahres 2021 wurden Mietverträge über 3,3 Mio. qm Fläche unterzeichnet. Über 2,5 Mio. qm entfielen auf neue Verträge (77%). Die größten Miettransaktionen im ersten Halbjahr waren:
Zum jetzigen Zeitpunkt deutet nichts darauf hin, dass der polnische Lagermarkt vor einer Verlangsamung steht. Weder Probleme mit der Verfügbarkeit von Generalunternehmern noch steigende Materialpreise beeinträchtigen das Interesse der Mieter. Unter Berücksichtigung der bisherigen Auswirkungen der Pandemie auf den Lagermarkt sowie der Entwicklungspläne von Unternehmen aus der E-Commerce- und Logistikbranche ist im nächsten Halbjahr mit Ergebnissen auf unverändertem Niveau zu rechnen.